Liebe Patientin, lieber Patient , 

 

Laut einer Studie der Umweltorganisation WWF, landen jedes Jahr allein in Deutschland rund 18 Millionen Tonnen Lebensmittel auf dem Müll. Pro Kopf werfen wir etwa 82 Kilogramm weg. Alleine Backwaren machen einen Anteil von rund 1,7 Millionen Tonnen aus. Es geht um Nahrungsmittel, die noch problemlos zum Verzehr geeignet ist. Wir finden, dass das zu viel ist und wollen gemeinsam mit Ihnen etwas dagegen tun.

In unseren deutschlandweit 10 Kliniken haben wir dazu die Aktion "Wir schaffen weniger – Sie auch?" gestartet. Damit möchten wir nicht nur auf das Thema Lebensmittelverschwendung im Allgemeinen aufmerksam machen, sondern auch speziell in unseren Kliniken gemeinsam mit Ihnen daran arbeiten, weniger Nahrungsmittel wegwerfen zu müssen. Dazu haben wir hier weitere Infos, Tipps & Tricks und Links zu vielen Initiativen dieser Art zusammengestellt. Schön, dass Sie hier sind und sich dafür interessieren!

Und das Beste: Es ist eigentlich ganz einfach, niemand muss deshalb auf etwas verzichten und wahrscheinlich sparen Sie auch noch Geld dabei!

 

Tipps und Fakten: Was kann man tun?

Einkaufen: Richtig planen und einkaufen

  • Was ist noch in Ihrem Vorratsschrank und was muss bald aufgebraucht werden?
  • Wochenplan erstellen: Was soll wann gekocht werden? Welche Snacks werden benötigt? Wie lange halten die frisch eingekauften Waren?
  • Grundbedarf planen und Überblick verschaffen für den Vorratsschrank (z.B. Nudeln und Konserven), für den Kühlschrank (z.B. Eier, Milch, Butter) und den Gefrierschrank (z.B. Fisch, Brot)
  • Einkaufszettel erstellen: Zusammen mit dem Wochenplan ein unschlagbares Team ;)
  • Frisches un Verderbliches: Dann einkaufen, wann es verbraucht wird.
  • Lockangebote sind oft "gefährlich": Lieber weniger einkaufen und auch aufbrauchen, als zu viel von einem Produkt, das dann nur halb verbraucht in den Mülleimer wandert.
  • Wenn möglich: Zeit für den Einkauf nehmen. Hunger oder Eile führen oft zu spontanen Fehlkäufen.

Lebensmittel aufbewahren: Optimal lagern

  • Basics anschaffen: Dosen, Frischhaltefolie, Obstschalen und Brotkasten
  • Offene Milchprodukte schnell aufbrauchen und nach Öffnen mit Frischhaltefolien abdecken.
  • Offene Konserven in dicht abschließbare Behälter umfüllen
  • Richtig sortieren: Ältere Produkte nach vorne (muss bald weg) und neuere nach hinten (hält noch eine Weile)
  • Eingefrorenes mit Datum beschriften
  • "Trockenwaren", d.h. Getreideprodukte, Gewürze u.ä. sollten regelmäßig kontrolliert werden, da diese Schädlinge (z.B. Motten) anziehen können. Auch wichtig: Die Aufbewahrungsorte regelmäßig reinigen.

Haltbarkeit: Länger genießen?

  • Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MDH) ist kein Wegwerfdatum, sondern eine Empfehlung des Herstellers. Das Lebensmittel ist nach Ablauf des Datums nicht automatisch schlecht. Tipp: Verlassen Sie sich auf Ihre Sinne: Riecht und schmeckt es gut, dann ist es i.d.R. noch gut!
  • Das Verbrauchsdatum (z.B. bei leicht verderblichen Produkten wie Fleisch) sollten Sie aber einhalten. Sonst besteht die Gefahr einer Lebensmittelvergiftung. Wichtig ist hier die richtige Lagerung.

App? App!


Links zu Aktionsseiten und Initativen

Tipps, schnell umgesetzt

Ran an die Reste!
Ran an die Reste-ein Tipp für Zuhause: Angeschnittenes Gemüse, übriggebliebene Spaghetti, ein halbes Dessert – alles zu schön zum Wegwerfen! Wenn Sie zu viel gekocht haben, lassen sich Reste aufbewahren und kreativ weiterverwenden. Auf dieser Seite gibt es tolle Rezeptideen, inkl. einer "Restesuchmaschine"!

Reste vermeiden beim Büfett
Büfetts sind verlockend. Je größer der Teller, je mehr wird aufgeladen. Nehmen Sie lieber einen kleinen Teller und gehen bei Bedarf mehrmals zum Büfett.

Nicht alles geschafft? Einpacken lassen!
In anderen Ländern absolut üblich und auch in Deutschland völlig unproblematisch. Das Essen war lecker, aber leider auch zu viel? Dann lassen Sie sich den Rest im Restaurant einpacken und genießen Sie Ihr (bezahltes) Essen doch noch einmal bei sich daheim. Auch dafür gibt es eine Aktionsseite: "Restlos genießen."

Sie sind Vorbild
Sprechen Sie mit Ihren Kindern darüber und helfen Sie ihnen beim Einkaufen, im Urlaub oder im Restaurant, die richtige Menge Essen auszuwählen. 

Was, das steht hier nicht?
Haben wir etwas wichtiges vergessen oder haben Sie eine tolle Idee? Dann her damit, wir freuen uns immer über Ihre Nachrichten.