FAQ: Tipps zur Antragstellung und häufige Fragen – hier sind die Antworten

Es gibt viele Fragen, die muss man einfach stellen. Damit Sie nicht lange suchen müssen, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Fakten schon mal zusammengestellt. Einfach auf die Frage klicken, dann öffnet bzw. schließt sich die Antwort. Wenn Sie auf dieser Seite nicht fündig werden: unser Beratungsteam hilft Ihnen gerne weiter. Per E-Mail oder Telefon unter 0800 2 23 23 73.

Welche Kosten enstehen?

Kosten für die Kur

Alle gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten vollständig. Die gesetzlich geregelte Zuzahlung beträgt zehn Euro je Kalendertag.

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Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie eine Reduzierung bzw. Befreiung des gesetzlichen Eigenanteils von zehn Euro pro Kurtag bei ihrer Krankenkasse beantragen: Die Selbstbeteiligung bei Zuzahlungen für Medikamente und Heilmittel darf gesetzlich nicht über 2% (1% bei chronisch Kranken) des Bruttoeinkommens liegen. Dann entfallen alle Gebühren, die darüber liegen. Notwendig ist dafür ein Antrag bei ihrer Krankenkasse.

Ausgenommen von der gesetzlichen Zuzahlung sind Jugendliche bis 18 Jahre, so dass bei Mutter-Kind-Maßnahmen nur Erwachsene diese Zuzahlung zu leisten haben.

Die Zuzahlung ist am Anreisetag in der Klinik zu entrichten.

Reisekosten

Bei Fahrten zur stationären Vorsorge beträgt die Zuzahlung mindestens 5 Euro, höchstens 10 Euro, und zwar pro Person und pro Fahrt.

Diese Zuzahlungsregelung betrifft auch die Fahrtkosten von Kindern und Jugendlichen, obwohl diese ansonsten von der Zuzahlung befreit sind.

Bei der Anreise mit der Deutschen Bahn dürfte diese Regelung allerdings kaum ins Gewicht fallen: Hier fahren Kinder bis einschließlich 14 Jahre in Begleitung eines Elternteils kostenlos, wenn diese beim Fahrkartenkauf auf der Fahrkarte eingetragen werden.

Bei Fahrten zur stationären Rehabilitation ist keine Zuzahlung zu leisten.

Bei Fragen zu den Reisekosten ist die Krankenkasse Ihr Ansprechpartner.

Was ist Rehabilitation für Familien?

Reha für Familien ist ein komplexes medizinisches Angebot, das dann notwendig ist, wenn die Ursachen einer Krankheit in der Familie liegen, eine Krankheit mehrere Familienmitglieder betrifft oder die Einbeziehung der Familie in die Therapie erforderlich ist. 

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Die Kosten für diese besondere Art der ganzheitlichen psychosomatischen Rehabilitation werden in der Regel von der Rentenversicherung übernommen, es müssen z.T. unterschiedliche Anträge für mehrere Familienmitglieder gestellt werden. Der Rehaaufenthalt dauert in der Regel vier Wochen.

Sie werden von einem interdisziplinären Team betreut, Ärzte, Psychologen, Physiotherapeuten, Pädagogen, Ernährungsberater, Erzieher und Lehrer kümmern sich um Sie und Ihre Kinder.

 

Was ist der Unterschied zwischen Reha für Familien und Mutter- bzw. Vater-Kind-Kuren?

Reha für Familien ist ein vierwöchiges stationäres Behandlungsangebot für Menschen mit chronischen psychosomatischen Erkrankungen. Die Krankheitsbilder sind meist komplex, die Familie nimmt darin einen gewichtigen Platz ein.

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Die medizinischen und therapeutischen Standards entsprechen den Vorgaben der Deutschen Rentenversicherung, die Behandlungsangebote gehen weit über die Angebote in Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Kuren hinaus.

Mutter-Kind- und Vater-Kind-Kuren bieten Müttern und Vätern wirksame Hilfe, die unter der Mehrfachbelastung durch Kindererziehung, Familie, Partnerschaft, Beruf und soziales Umfeld leiden, deren Gesundheit deshalb in Gefahr ist oder bereits an psychosomatischen Erkrankungen leiden. Diese Maßnahmen dauern drei Wochen und sind Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung, die die Kosten trägt.

Wer bezahlt die Reha für Familien, muss ich Zuzahlungen leisten?

Die Kosten für die Rehabilitation zahlt meist die Rentenversicherung oder die gesetzliche Krankenversicherung. 

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Dazu gehören auch die Kosten für die Anreise. Sie müssen eine Zuzahlung leisten, die sich an der Höhe Ihres Einkommens orientiert. Die Zuzahlung beträgt maximal 10 Euro pro Tag für längstens 42 Tage (ab 1200 Euro monatlichem Nettoeinkommen). Kinder sind von der Zuzahlung befreit. Genauere Informationen bekommen Sie bei der Deutschen Rentenversicherung oder Ihrem Kostenträger.

Gibt es Reha für Familien auch für Privatversicherte?

Schauen Sie in Ihren Vertrag mit der privaten Krankenversicherung. Reha-Maßnahmen müssen explizit mitversichert sein.

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Auch bei der Beihilfe für Beamte kommt es auf den individuellen Vertrag an.

Wann ist Rehabilitation für Familien notwendig?

Rehabilitation für Familien ist immer dann notwendig, wenn die ambulante Behandlung einer Krankheit nicht ausreicht und wenn die Behandlung dann erfolgreich ist, wenn die Familie in die Therapie einbezogen wird.

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Wenn Eltern krank sind, leiden die Kinder mit, sie entwickeln oft eigene, typische Gesundheitsstörungen. Genauso verhält es sich, wenn Kinder erkranken: der Druck, die Belastung werden schnell zu groß, die Gesundheit aller Familienmitglieder ist gefährdet.

Rehabilitation für Familien bietet wirksame Therapie bei psychosomatischen Erkrankungen wie Depressionen, Ernährungsstörungen, Verhaltensstörungen, ADHS, Neurodermitis, Asthma bronchiale – dann, wenn es wichtig ist, die Familienmitglieder in die Therapie einzubeziehen und den Patienten Familie in den Blick zu nehmen.

Wann ist die Verlängerung der Reha möglich?

Der Rehaaufenthalt dauert in der Regel vier Wochen, in medizinisch notwendigen Fällen kann er verlängert werden. Die Verlängerung wird direkt in der Klinik vom behandelnden Arzt beantragt.

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Der Widerholungszeitraum zwischen zwei Rehamaßnahmen beträgt vier Jahre. Auch hier sind medizinisch begründete Ausnahmen möglich.

Ist die Rehamaßnahme so etwas wie Urlaub?

Nein! Reha für Familien ist eine medizinisch notwendige Behandlung. Sie kommen zu uns, weil Sie und Ihre Familie Hilfe brauchen. 

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Die bekommen Sie von Ärzten, Therapeuten und vielen weiteren qualifizierten Fachleuten, die sich um die Gesundheit Ihrer Familie kümmern. Das funktioniert umso besser, je mehr Sie selbst aktiv für Ihre Gesundheit tun.

Wird für die Reha Urlaub abgezogen?

Nein, wenn Sie in der Reha behandelt werden, darf Ihnen Ihr Arbeitgeber für diese Zeit keinen Urlaub abziehen. 

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Auch die medizinsch begründete und bewilligte Begleitung eines Kindes während einer stationären Reha ist kein Urlaub, Urlaubstage dürfen nicht abgezogen werden.

Haben wir ein Recht auf Reha?

Wenn die medizinischen Voraussetzungen gegeben sind und Sie bei der gesetzlichen Renten-bzw. Krankenkasse versichert sind, haben Sie ein Recht auf Rehabilitation. Sie haben sogar ein Wunsch- und Wahlrecht bei der Auswahl der Klinik.