Die Schwarzwaldklinik war Fiktion. Die Finanzierungslücke ist Realität

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BWKG-Aktionstag gegen das Beitragssatzstabilisierungsgesetz

Die Schwarzwaldklinik war Fiktion. Die Finanzierungslücke ist Realität: Thure von Uexküll-Klinik beteiligt sich am BWKG-Aktionstag gegen das Beitragssatzstabilisierungsgesetz

Die Thure von Uexküll-Klinik beteiligt sich am landesweiten Aktionstag der badenwürttembergischen Krankenhäuser gegen die von der Bundesregierung geplanten Sparmaßnahmen im Rahmen des Beitragssatzstabilisierungsgesetzes. Mitarbeitende, Klinikleitung und Betriebsrat haben gemeinsam vor dem Haupteingang der Klinik auf die Auswirkungen der geplanten Regelungen aufmerksam gemacht.

Symbolisch wurde der Haupteingang geschlossen. Vor dem Gebäude versammelten sich Beschäftigte mit Schildern wie „Reale Versorgung“, „Keine Schauspieler“ und „Reale Defizite“. Im Mittelpunkt stand ein großes Banner mit der Aufschrift:

„Die Schwarzwaldklinik war Fiktion. Die Finanzierungslücke ist Realität.“

Mit der Aktion soll verdeutlicht werden, dass Gesundheitseinrichtungen bereits heute unter erheblichem wirtschaftlichem Druck stehen. „Unsere Türen müssen für Patientinnen und Patienten offenbleiben“, betont Kevin Walterschen, Geschäftsführer des gemeinnützigen Trägers Kur + Reha GmbH. „Wenn die Politik jedoch undifferenziert an der Finanzierung spart, während gleichzeitig die Anforderungen ohne die notwendige Flexibilität steigen, wird das zwangsläufig Folgen für die Gesundheitsversorgung haben.“ Besonders kritisch bewertet die Klinik dabei die geplante Begrenzung der Vergütungsentwicklung, während Personal-, Energieund Sachkosten kontinuierlich steigen. Die Klinikleiterin Vicky Pfirsig ergänzt, dass die Thure von Uexküll-Klinik dabei nicht in Abrede stellt, dass angesichts der angespannten Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung wirtschaftliche Maßnahmen und Strukturreformen erforderlich sind. Aus Sicht der Klinik müssen diese jedoch zielgerichtet erfolgen und tatsächliche Effizienzpotenziale erschließen. Dazu gehören insbesondere der Abbau bürokratischer Vorgaben, eine Reduzierung von Dokumentationspflichten sowie mehr Flexibilität bei regulatorischen Anforderungen. Ebenso sollten alle versorgungsnotwendigen Krankenhäuser unabhängig von ihrem Planungsstatus gleichberechtigt Zugang zu Fördermitteln oder der Investitionsförderung nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz erhalten. Digitale Prozesse, moderne Infrastruktur und innovative Versorgungsmodelle können langfristig dazu beitragen, Ressourcen effizienter einzusetzen und Kosten zu senken. Voraussetzung hierfür sind jedoch entsprechende Investitionsmöglichkeiten.

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