Neuer Teamkollege auf vier Pfoten

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Die Mutter-Kind-Klinik Saarwald ist auf den (Sozial)hund gekommen

Ursprünglich war das Projekt „Sozialhund“ für das Jahr 2021 geplant. Doch Corona war hier beschleunigend tätig, da die zukünftige Hundemama Sabine Martin (Erzieherin und Physiotherapeutin) auf einmal ganz viel Zeit hatte.

Im März 2020, als sich die verordnete Klinikschließung abzeichnete, kamen Frau Martin und Frau Michel zu dem Entschluss dieses ungeplante Zeitfenster für den tierischen Klinikzuwachs sinnvoll zu nutzen. Inzwischen stellte sich heraus – das war eine sehr gute Entscheidung, da es im laufenden Betrieb und mit Frau Martins regulärem Urlaub nicht so stressfrei und wunderbar geworden wäre. Am 4. April 2020 verliebte sich Frau Martin bei einem Züchter Nähe Koblenz in einen knuffigen Fellknäul und hatte sofort das Gefühl, das würde toll passen.

Tja, so nahm es seinen Anfang. Am 18. April 2020  siedelte Lemmy in sein neues Zuhause im Saarland um. Seine Hobbys sind Gartenarbeit, Schmetterlinge jagen, schlafen, fressen, knuddeln, mit Kumpels spielen. Nachdem er sich dort etwas eingewöhnt hatte, durfte er am  7. Mai 2020 erstmals Klinikluft schnuppern. Was sollen wir drum herum reden – alle Anwesenden waren sofort hin und weg. Da es sich um einen Irischen Wolfshund handelt (diese Rasse ist sehr gut für solche Einsätze geeignet) hatten wir zwar ein „Riesenbaby“ vor uns, doch es war sofort um alle Diensthabende geschehen…. Lemmy konnte sich wunderbar an das Klinikgelände sowie nach und nach immer mehr an seine Menschenkollegen gewöhnen. Auch die ersten Familienkontakte gab es bereits, wobei dies noch sehr selten ist. Lemmy hat die Welpenschule besucht und befindet sich seit Juli im Junghundkurs. Seine Ausbildung wird er im Januar 2021 beendet haben. Obwohl er täglich wächst, so kommt es uns im Moment noch vor, wickelt er jeden um den Finger – darin ist er wirklich ganz groß, auch wenn er sich gerade etwas in der Flegelphase befindet :-).

So schön dies alles ist, gibt es jedoch feste Regeln, die Frau Martin stets gerne erläutert. So wird Lemmy sich zum Beispiel immer nur angeleint auf dem Gelände befinden und auch nicht fortlaufend zu sehen sein. Auf Ängste wird Rücksicht genommen, keiner muss Kontakt mit Lemmy haben. Versicherungs- und Hygienetechnisch ist alles geregelt. Auch das Gesundheitsamt ist über unseren tierischen Zuwachs informiert. Den positiven sozial-, psychologischen-, physiologischen, emotionalen Wirkungen wird immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt und ist auch wissenschaftlich bewiesen.

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