Unterstützung für suchtbelastete Familien

Wenn einzelne oder mehrere Familienmitglieder (Erwachsene, Kinder und Jugend­liche) durch die Abhängigkeitserkrank­ung psychisch, sozial und beruflich stark belas­tet werden, sprechen wir von „suchtbelas­te­ten Familien“.  In Zusammenarbeit mit der Rehaklinik Kandertal haben wir ein Fach­konzept zur familienorientierten Suchtreha­bilitation entwickelt, die zwei Behandlungsmöglichkeiten bietet:

Kombi-Plus

für abhängigkeitskranke alleinerziehende Patien­ten mit Kindern: Der abhängige Elternteil wird in der Rehaklinik Birkenbuck behandelt, die Kinder entsprechend ihrer Indikation zeitgleich in der Rehaklinik Kandertal. Während des gesamten 6-wöchigen Aufenthalts findet die zusätzliche gemeinsame Behandlung im Rahmen von Familiengesprächen und Interaktionsangeboten statt. Untergebracht werden Patienten mit Kindern in der Rehaklinik Kandertal.

Begleitende familientherapeutisch orientierte Behandlung (BefoR)

Im ersten Schritt werden die Suchtpatienten wie üblich in der Rehaklinik Birkenbuck aufgenommen. Während der stationären Behandlung kommt die Familie dann für 3-4 Wochen hinzu. Während der gemeinsamen Behandlungsphase ist die behandlungsbedürftige, begleitende Familie in der Rehaklinik Kandertal untergebracht.

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Sucht, Partner und Familie

Abhängigkeitserkrankungen hängen oftmals mit Beziehungsproblemen zusammen – und Beziehungsprobleme entstehen fast zwangsläufig im Verlauf der Erkrankung.  Deshalb ist es in bestimmten Phasen der Therapie meist hilfreich, die Lebenspartner einzubeziehen. Diese therapeutischen Elemente gehören bei uns zum Reha-Standard:

In Paar- und Familiengesprächen werden Probleme aufgearbeitet und gemeinsame Lösungsansätze gesucht. Für die Angehörigen stehen in der Klinik schöne Zimmer zur Verfügung.

Ein Leben ohne Abhängigkeit ist natürlich leichter, wenn die Lebenspartner die Kranken unterstützen können. Für sie bietet die Rehaklinik Birkenbuck deshalb regelmäßig Angehörigenseminare an.

Die Familien leiden immer mit dem Abhängigen mit. Oft entstehen Krankheiten und Gesundheitsstörungen. Davon sind vor allem die Lebenspartner und ihre Kinder betroffen. Für sie gibt es, z.B. parallel zur Reha des Partners, Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Maßnahmen mit bewährten Therapieprogrammen. Sie werden in bundesweit sechs Kliniken unseres Unternehmens angeboten.