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Asthma bronchiale – neue Wege in der Therapie

In den letzten Jahren hat die Prävalenz des Asthma bronchiale weiter zugenommen. Asthma ist die häu­fig­ste chronische Erkrankung im Kindesalter. Die Behand­lungs­möglichkeiten haben sich durch die Einführung der inhala­tiven Stereoide stark verbessert.

Die Erkrankung wird definiert als:

  • Chronische Entzündung
  • Atemwegsobstruktion
  • Hyperreagilibität des Bronchialsystems

und steht häufig im Zusammenhang mit einer atopischen Disposition.

Beim Asthma ist es wie bei anderen chronischen Erkrankun­gen sehr wichtig, den bisherigen Therapieverlauf zu erfra­­gen: Welcher Schweregrad liegt vor? Welche Medi­ka­tion wurde verordnet, wie wurde sie angewandt? Welche Ängs­te bestehen bezüglich einer Medikation (Cortison­angst)? Wie ist die Therapiezufriedenheit? Welches sind die Einschränkungen im Alltag? Wie sind die eigenen Erklärungs­modelle?

Eine mangelnde Therapiezufriedenheit führt meist zu häufi­gen Arztwechseln, mangelhafter Compliance und zur Anwen­dung fraglicher Therapiemethoden.

Diagnostik

Bei jedem Patienten wird zu Beginn des Aufenthalts in der Rehaklinik Kandertal eine ausführliche organische und bio­­grafische Anamnese im Sinne der Eigen- und Fremd­erhe­bung erstellt. Dabei geht es neben den oben ange­sproche­nen Punkten um

  • die Bedeutung der Erkrankung im familiären Kontext,
  • vorhandene Bewältigungsstrategien im Umgang mit der Symptomatik und
  • das Ausmaß der Belastung

Es folgt eine körperliche Untersuchung. Dann führen wir eine Lungenfunktionsunter­suchung – vor und nach körper­licher Belastung – und einen Bronchospasmolysetest durch. Mehrmals täglich sollen die Betroffenen selbst Peak-flow-Messungen vor­nehmen, nachdem sie ihren Zustand zuvor selbst einge­schätzt haben. Beide Werte werden im Peak-flow-Proto­koll dokumentiert.

Therapie

Das Ziel bei der Behandlung des Asthma bronchiale ist, eine weitgehende Beschwerdefreiheit, ein Leben ohne Ein­schränkung der Patienten bei Sport und Spiel zu errei­chen und eine größtmögliche Autonomie und Kompetenz im Umgang mit der Erkrankung bei den Betroffenen und den Familienmitgliedern zu fördern. Dazu dienen:

  • Diagnosestellung und Schweregradeinteilung
  • Stadiengerechte Therapie in Anlehnung an die Empfeh­lungen der Atemwegsliga
  • Patienten- und Elternschulung mit den Inhalten: richtige Inhalationstechnik, Unterscheidung zwischen Dauer- und Bedarfsmedikation, Erkennen von Auslösern und Exa­zer­bation, Selbst­hilfe­maßnahmen und Selbstmedikation
  • Richtige Peak-flow-Messung mit Dokumentation
  • Atemtherapie mit dem Erlernen entsprechender Atem­hilfen und Verbesserung der Atemtechnik
  • Bewegungstherapie zur Steigerung der Belastungsfähig­keit
  • Entspannungsverfahren
  • Familiengespräche, um die Dynamik der Erkrankung zu untersuchen und angemessene Copingstrategien zu ent­wic­keln

In kurzen Worten

  • Ziel der Asthma-Therapie ist eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität der Patienten
  • Die Therapiezufriedenheit wird durch Aufklärung und Schulung erhöht. Unnötigem, teuren Arztwechsel wird so vorgebeugt
  • Die medikamentöse Therapie wird stadiengerecht angepasst
  • Die Gesamtsituation in der Familie wird verbessert