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Emotionale Störungen
Vorsorge und Rehabilitation für Mutter und Kind in Dürmentingen

In der Mutter-Kind-Kur bekommen Mütter die Chance, durch ein stationäres Heilverfahren Gesundheitsgefährdungen vorzubeugen, Risikofaktoren positiv zu beeinflussen bzw. chronische Krank hei ten in ihren Folgen zu mindern, Schä di gungen zu vermeiden und die Heilung zu unterstützen. Gleiches gilt selbstverständlich auch für Väter, die ebenfalls in der Klinik Schwabenland aufgenommen werden. Die Mutter bzw. der Vater steht bei dieser Vorsorge- bzw. Rehabilitationsmaßnahme im Vor der grund. Frauen bzw. Männer mit affektiven Störungen wie Depressionen, Angst- und Zwangs erkrankungen, Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungs störungen (reaktive Depressionen, z.B. nach Scheidung, Todesfall etc.), Somatisierungs störungen (z.B. Herz-Kreislaufstörungen, Magen-Darm-Problemen, Spannungskopfschmerzen), Adipositas, Migräne und Krankheiten des Muskelskelettsystems finden hier fachkompetente und indikations gerechte Behandlung.
Neben der Diagnose nach der ICD-10 ist für die Beurteilung eines Gesundheitsproblems die Internatio nale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinder ung und Gesundheit (ICF) von Bedeutung. Diese realisiert das bio-psycho-soziale Modell der Gesundheit, in dem sämtliche Lebensbereiche berücksichtigt werden. Gesundheitliche Probleme manifestieren sich demnach in Körperfunktionen, sie betreffen aber immer auch die Aktivitäten eines Menschen und seine Teilhabe an verschiedenen Lebensbereichen. Hier setzt das Konzept der Klinik Schwabenland an - mit medizinischer Behandlung, psychotherapeutischer und sozial thera peutischer Unter stützung.
Aber nicht nur Mütter, auch Kinder leiden zunehmend unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen und weisen durch ihre Symptome häufig auf Probleme in der Familie hin. Diese Symptome sind oft untrennbar mit der (Kranken-) Geschichte der Mutter verbunden und wir ken sich als Um weltfaktoren auch wieder negativ auf deren Gesundheitszustand aus. Diesen Negativ kreisläufen entgegen zuwirken, hat sich die Mutter-Kind-Klinik Schwabenland zur Aufgabe gemacht.
Dieses Fachkonzept ist in erster Linie der Therapie von Kindern gewidmet. Nicht, um die Mütter in den Hintergrund treten zu lassen, vielmehr um zu verdeutlichen, wie das Angebot in der Klinik Schwabenland den gesamten Gesundheitsproblemen in einer Familie gerecht wird - und damit auch und besonders den Müttern zugute kommt.
Kinder mit emotionalen Störungen der Mutter/Vater-Kind-Reha
Kinder (nicht nur) in Deutschland wachsen in einer Welt auf, die nicht immer kinder- und familienfreundlich ist. Der gesellschaftliche Wandel überfordert auch sie: Zu viele Reize, zu viel Stress, zu wenig sinnliche Erfahrungen in der Natur, Leistungsdruck bereits in Kindergarten und Schule... Es gibt oft keinen sozialen und psychischen Schutzraum mehr, in dem Kinder frei von sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Bedrohungen aufwachsen können.
Kinder können unter dem Stress und Zeitmangel der Erwachsenen leiden. Viele Kinder wachsen in ?schwierigen? Familiensituationen auf, erleben Trennung, Scheidung, den Verlust eines Elternteils. Auch Probleme der Eltern, schwere, chronische Erkrankungen eines Familienmitglieds, Paarprobleme, unbewältigte Konflikte aus der Familie von Mutter oder Vater haben Auswirkungen auf die emotionale und körperliche Entwicklung des Kindes.
Unter solchermaßen schwierigen Lebensbedingungen entwickeln Kinder verstärkt emotionale Störungen mit Symptomen wie Ängsten, Schlafstörungen, Störungen der sozialen Kontaktfähigkeit, psychosomatischen Störungen wie Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Einnässen, Stottern; es treten Konzentrationsstörungen, Erziehungsschwierigkeiten und Schulprobleme auf. Stress und Überforderung können auch Auslöser sein für Ess-Störungen, Adipositas, Haltungsfehler und gesteigerte Infektanfälligkeit.
Die Symptome des Kindes spiegeln seine "gestörte" Lebenswelt wieder. Das Kind drückt so die "Un-Ordnung" in seiner Familie und seiner nahen Umwelt aus.
Ziele der Therapie
In der Mutter/Vater-Kind-Klinik Schwabenland wird das System Familie als Ganzheit betrachtet. Schwierigkeiten eines Familienmitglieds wirken sich immer auf die Angehörigen aus. Ein Symptom zeigt, dass es in einer Familie möglicherweise ein Problem gibt. Ein Symptom hat also durchaus auch eine positive Bedeutung.
Ziel des systemisch orientierten Therapiekonzepts ist es, die Kommunikation in der Familie zu verbessern und eine entwicklungsfördernde Stimmung herzustellen. Das Selbstwertgefühl soll gesteigert werden. Die Familienmitglieder sollen lernen, liebevoll miteinander umzugehen. Bei Problemen soll die Familie selbst kreative Lösungen finden.
Diagnostik und Therapie
Wir untersuchen, welche Fähigkeiten und Ressourcen eine Familie hat, die sie für die Lösung von Problemen nutzen kann. Dazu werden Methoden der systemischen Familien- und Verhaltenstherapie genutzt; Kinder und Erwachsene erlernen Entspannungsübungen, erhalten Physiotherapie und Gesundheitsberatung.
Im Rahmen der Mutter/Vater-Kind-Rehabilitation in der Klinik Schwabenland können wir einen großen Teil der Familie und damit das Familiensystem untersuchen. Wir beobachten das Kind in verschiedenen Lebensbereichen: Wie zeigt es sich zusammen mit der Mutter, wie verhält es sich alleine, wie in der Gruppe mit Gleichaltrigen. Ergänzend können psychologische Tests und eine gezielte Diagnostik der Sinneswahrnehmung und Verarbeitung zum Einsatz kommen.
Gemeinsam mit der Familie suchen wir kreative Lösungen, geben Impulse für eine entwicklungsfördernde Stimmung in der Familie und Anregungen für eine hoffnungsvolle Verbindung zur Gesellschaft.
Zu Beginn des stationären Aufenthalts stehen Anamnese und körperliche Untersuchung sowie die Festlegung der Ziele und Erwartungen an die Reha. Dann erstellen wir zusammen mit der Familie einen individuellen Therapieplan, der sich an dieser ganzheitlichen Sichtweise orientiert. Wir bieten eine kontinuierliche medizinische Betreuung und ärztliche Überwachung der vielfältigen Therapieformen, die Körper und Seele gleichermaßen erreichen sollen. Gerade die Kombination aus aktivierenden und entspannenden, aufdeckenden und ausgleichenden Maßnahmen ist wichtig, um die Selbstheilungskräfte im Patienten anzuregen.
Es gibt Angebote für die Mutter, um Ruhe und Entspannung zu fördern. In Gesprächskreisen können Mütter ihre Sorgen und Nöte einbringen. In Einzelgesprächen geht es um das Aufdecken von Konflikten, das Auspro-bieren neuer Verhaltensweisen, um die Stärkung von Selbstvertrauen und Lebensfreude.
In der kreativen Selbsterfahrung entdecken die Frauen ihre Fähigkeiten und Neigungen wieder, Blockierungen werden gelöst. Alle Therapeuten sind kompetente Berater bei Fragen der Erziehung und Lebensgestaltung. Wir arbeiten auch mit Familienaufstellungen, um Verstrikkungen mit der Herkunftsfamilie aufzulösen. Mit einem speziellen Kommunikationstraining soll die Kommunikation zwischen Mutter und Kind gefördert werden.
Mutter/Vater-Kind-Angebote wie Streichelmassage, heilpädagogische Übungen zur Förderung von Ruhe oder Bewe-gungsfreude sollen die Interaktion von Mutter und Kind verbessern, ebenso wie gemeinsames Wandern und Spielen.
Die Kinder erhalten je nach Alter und Problematik verschiedene Therapieangebote: Ganz besonders wichtig sind die reizarme ländliche Umgebung, der Kontakt mit Tieren, Bewegungsspiele und das Erleben und Erfor-schen der Natur. Dazu kommen pädagogische Betreu-ung, Musik- und Kunsttherapie, therapeutisches Arbeiten mit dem Pferd, Entspannungs- und Stilleübungen, heilpädagogische Betreuung.
Rehabilitation und Prävention für Mutter/Vater und Kind in Dürmentingen
In der Mutter/Vater-Kind-Rehabilitation bekommen Mütter und Väter die Chance, durch ein stationäres Heilverfahren chronische Krankheiten in ihren Folgen zu mindern, Schädigungen zu vermeiden und die Heilung zu unterstützen. Die Mutter steht in dieser Rehabilitation im Vordergrund.
Dies ist auch in der Mutter-Kind-Klinik Schwabenland in Dürmentingen nicht anders . Frauen mit Adipositas, Somatisierungsstörungen (z.B. Ängste, Herz-Kreislaufstörungen, Spannungskopfschmerzen...), Migräne oder mit Anpassungsstörungen (reaktive Depressionen, z.B. nach Scheidung, Todesfall u.a .) finden hier fachkompetente und indikationsgerechte Behandlung.
Grundlage dieser Störungen sind oft die zahlreichen Belastungen, denen Mütter in unserer Gesellschaft ausgesetzt sind. Zusammengefasst bilden diese Problemkonstellationen das Leitsyndrom, das im Jahrbuch des Müttergenesungswerkes 1998/99 erstmals vorgestellt wurde. Medizinische Behandlung, psychotherapeutische und sozialtherapeutische Unterstützung sind die Grundlagen der interdisziplinären Arbeit in der Klinik Schwabenland, mit der Müttern geholfen wird.
Aber auch die Kinder leiden zunehmend unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Diese sind oft untrennbar mit der (Kranken-) Geschichte der Mutter verbunden; die Symptome der Kinder sind häufig Hinweise auf andere Probleme in der Familie.
Deshalb ist dieses Fachkonzept in erster Linie der Therapie von Kindern gewidmet. Nicht, um die Mütter in den Hintergrund treten zu lassen, vielmehr um zu verdeutlichen, wie das Angebot in der Klinik Schwabenland den gesamten Gesundheitsproblemen in einer Familie gerecht wird .





