Mutter-Kind-Klinik Feldberg
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Vater-Kind-Reha

Vater-Kind-Reha - ein Beispiel

Herr M, 36 Jahre, kommt mit dem Sohn, 4 Jahre, zur Vater-Kind-Reha. Herr M ist verheiratet, arbeitet Vollzeit als Verpackungsmittelmechaniker im 3-Schichtdienst. Seine Ehefrau ist ebenfalls ganztags berufstätig. Als weitere seelische Belastung hatte das Ehepaar in den vergangenen zwölf Jahren den Tod zweier Kinder zu bewältigen.

Diagnostik

Vater und Sohn haben medizinische Indikationen für dieVater-Kind-Kur. Beim Vater waren die Einweisungsdia-gnosen: Psychovegetative Erschöpfung und chronische spastische Bronchitis. Herr M gab an, unter diversen Allergien zu leiden. Bei der Aufnahmeuntersuchung werden ergänzend massive Schlafstörungen diagnostiziert. Der Sohn leidet unter Asthma bronchiale und einem hyperreaktivem Bronchialsystem.

Therapie

Bei der Aufnahmeuntersuchung bekam Herr M folgende Behandlungen verordnet: Progressive Muskelentspannung, Massage und heiße Rolle, Rückenschule, psychologische Einzelberatung sowie Asthmaschulung für sich und seinen Sohn. Herr M und sein Sohn erhielten aufgrund der asthmatischen Beschwerden eine Klimakur verordnet, d.h. täglicher Aufenthalt im Freien zur Stärkung und Kräftigung des Immunsystems. Im Rahmen der Klinikangebote nahm Herr M regelmäßig an der wöchentlichen therapeutischen Gruppe teil sowie an Gesprächskreisen zu den Themen Kommunikation und Erziehung. Während des Aufenthaltes waren Herr M und der Sohn gut in die Gruppe integriert, so nahmen sie unter anderem an den Wochenenden an den selbstorganisierten Ausflügen teil.

Nachsorge

Neben einem guten Rehaerfolg konnte Herr M für sich u.a. die Ursachen seiner erheblichen Schlafstörungen erkennen und die mögliche Lösung finden. Da Herr M sehr von den psychologischen Beratungsgesprächen zur Trauerverarbeitung profitiert hat, konnte er motiviert werden, zu Hause eine Psychotherapie zu beginnen. Herr M erhielt hierfür wichtige Informationen zu den Rahmenbedingungen einer ambulanten Psychotherapie und Adressen von Psychotherapeuten am Wohnort.

Ein besonderes Reha-Angebot für Vater und Kind

Ein stationärer Reha-Aufenthalt in der Mutter/Vater-Kind-Klinik Feldberg hilft bei einer ganzen Reihe chronischer Krankheiten und bei Gesundheitsproblemen. Dank der exponierten Lage mit Gebirgs-Reizklima, hoch oben im Schwarzwald, ist die Therapie bei chronischen Atemwegserkrankungen, bei Hautkrankheiten uvm. besonders erfolgreich.

Bei uns am Feldberg finden Mutter, Vater und Kind(er) genügend Ruhe und jede Menge Betätigungsmöglichkeiten, um etwas für ihre Gesundheit zu tun und wieder zu sich selbst zu finden. Bei uns sind Patienten mit Adipositas, Anpassungsstörungen, Störungen des Bewegungsapparats und psychovegetativen Erschöpfungssyndromen gut aufgehoben.

Qualifizierte medizinische und psychosoziale Versorgung wird bei uns ganz groß geschrieben. Um unseren Patienten im Rahmen der Mutter- Kind- bzw. Vater-Kind-Rehabilitation optimale Hilfe zu bieten, haben wir indikationsgerechte Therapiekonzepte entwickelt. Denn je spezieller wir auf unsere Patientinnen eingehen können, desto größer wird die Erfolgsaussicht der Reha für sie sein.

Männer, insbesondere Väter, sind vielen Gesundheitsrisiken ausgesetzt, die - wie bei Müttern auch - eng verbunden sind mit Belastungen durch die sozialen, beruflichen, familiären und gesellschaftlichen Aufgaben, die sie übernehmen.

Die Vaterrolle hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Väter sind heute nicht mehr die abwesenden und omnipotenten Ernährer der Familie mit fest vorgegebenen Pflichten und Rechten. Ihre Aufgaben werden zunehmend uneinheitlich beschrieben. Es gibt kaum noch eine lebenswegweisende Rollenbeschreibung. Auch Väter müssen einen eigenen Weg zur Definition ihrer Rolle finden - eine Aufgabe, an der immer mehr Männer scheitern.

Die unterschiedlichen Anforderungen gerade an Väter sind heute enorm. Immer mehr Männer engagieren sich im Familienalltag und bei der Kindererziehung. Darüber hinaus gibt es immer mehr alleinerziehende Väter, jeder fünfte Alleinerziehende ist männlich.

Durch die (Mit)Verantwortung bei der Erziehung, der Übernahme der Rolle des ?sozialen Vaters? und der Verunsicherung durch die sich auflösenden traditionellen Männerrollen können unter anderem somatische und psychische Beschwerden entstehen, wie sie bei Müttern seit langem bekannt sind. Sie werden verstärkt durch die Mehrfachbelastung durch Beruf, Haushalt, Kindererziehung, Partnerschaft und können sich soweit verfestigen, dass sie nicht am Wohnort und im Alltag behandelt werden können.

Das Konzept

Die Vater-Kind-Reha in der Klinik Feldberg bietet ein spezielles, auf die Bedürfnisse der Männer und ihrer Kinder abgestimmtes Behandlungsprogramm an. Unser Hauptziel ist es, Vätern die Chance zu geben, chronische Krankheitsprozesse zu beeinflussen, indem sie körperliche und seelische Belastungsfaktoren erkennen und verändern lernen.

Für ein gesundes und aufmerksames Miteinander ist es wichtig, Zeit für sich, Zeit mit den Kindern und Zeit für den Austausch mit anderen Vätern und Müttern zu haben. Im Alltag sind diese Zeiten zur Seltenheit geworden. Die Vater-Kind-Reha kann auch hierfür einen wichtigen Rahmen bieten.

Das Reha-Programm

Väter werden in speziellen Gruppen mit maximal zehn Männern, in sogenannten Blockkuren aufgenommen. Sie werden nicht, wie häufig üblich, einzeln in Müttergruppen integriert. Dies bietet den Männern auch die Möglichkeit, sich in geschlechtsspezifischen Gruppen auszutauschen und auseinanderzusetzen.

Indikationen

Aufgenommen werden Männer und Kinder (ab 3 Jahren) mit den Indikationen:

  • Chronische Atemwegserkrankungen (z.B. Asthma)
  • Funktionelle Störungen des Bewegungsapparates
  • Hauterkrankungen
  • Psychovegetatives Erschöpfungssyndrom
  • Anpassungsstörungen (z.B. Veränderung der Lebensumstände durch Verlust eines nahestehenden Familienmitgliedes, Arbeitsplatzverlust, Mehrfachbelastung)
  • emotionale Störungen und Störungen des Sozialverhaltens
  • beginnende psychosomatische Erkrankungen

Eine stationänre Rehabilitationsmaßnahme für Vater und Kind gibt aber auch Männern, deren Beziehung zu den Kindern schwierig ist, die Möglichkeit daran zu arbeiten, wieder eine tragfähige und liebevolle Beziehung aufzubauen. In vielen Fällen gelingt dies nur mit Hilfe von fachlicher Unterstützung.

Die Gründe für eine gestörte Vater-Kind-Beziehung sind vielfältig; so kann es vorkommen, dass der Vater oder die Kinder gesundheitlich belastet sind, oder der Alltag wenig Möglichkeit bietet, an der Vater-Kind-Beziehung zu arbeiten, z.B. wegen Schichtarbeit des Vaters oder wenn bei Trennung oder Scheidung eine ?Wochenend-Beziehung? besteht.

Diagnostik und Therapie

Die Behandlung wird indikationsspezifisch und individuell abgestimmt. Nach einer ausführlichen Diagnostik in den verschiedenen Bereichen wird therapiert und bei Bedarf die Nachsorge sichergestellt.

Die Behandlung findet sowohl in geschlechtsspezifischen, als auch in indikationsspezifischen Gruppen statt, so dass umfassende Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten bestehen. Sie enthält das gesamte in der Klinik Feldberg zur Verfügung stehende medizinische, physiotherapeutische und psychosoziale Behandlungsangebot.

In der Klinik Feldberg steht für die Vater-Kind-Reha ein eigenes Gebäude zur Verfügung, so dass die Mutter-Kind-Reha in unserem Haupthaus wie gewohnt ohne Männer stattfindet. Der für viele Frauen wichtige Schutzraum bleibt erhalten.

Aufnahme

Liegt bei einem Vater und/oder einem Kind eine chronische Gesundheitsstörung vor, so ist die Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung oder Rentenversicherung möglich. Der Antrag an die zuständige Stelle erfolgt mit einem ärztlichen Attest. Die Kur + Reha GmbH unterstützt die Betroffenen gerne bei der Antragstellung mit Tipps und Formularen, bei der Terminplanung und mit weiteren Informationen. Die Infotelefonnummer (kostenlos) ist: 0800 2 23 23 73

Vater-Kind-Reha - Ein Beispiel

Herr M, 36 Jahre, kommt mit dem Sohn, 4 Jahre, zur Vater-Kind-Reha. Herr M ist verheiratet, arbeitet Vollzeit als Verpackungsmittelmechaniker im 3-Schichtdienst. Seine Ehefrau ist ebenfalls ganztags berufstätig. Als weitere seelische Belastung hatte das Ehepaar in den vergangenen zwölf Jahren den Tod zweier Kinder zu bewältigen.

Diagnostik

Vater und Sohn haben medizinische Indikationen für die Vater-Kind- Kur. Beim Vater waren die Einweisungsdiagnosen: Psychovegetative Erschöpfung und chronische spastische Bronchitis. Herr M gab an, unter diversen Allergien zu leiden. Bei den Aufnahmeuntersuchungen werden ergänzend massive Schlafstörungen diagnostiziert. Der Sohn leidet unter Asthma bronchiale und einem hyperreaktivem Bronchialsystem.

Therapie

Bei der Aufnahmeuntersuchung bekam Herr M folgende Behandlungen verordnet: Progressive Muskelentspannung, Rückenschule sowie Asthmaschulung für sich und seinen Sohn. Herr M und sein Sohn erhielten aufgrund der asthmatischen Beschwerden eine Klimakur verordnet, d.h. täglicher Aufenthalt im Freien zur Stärkung und Kräftigung des Immunsystems. Im Rahmen der Klinikangebote nahm Herr M regelmässig an der wöchentlichen therapeutischen Gruppe teil sowie an Gesprächskreisen zu den Themen Kommunikation und Erziehung. Während des Aufenthaltes waren Herr M und der Sohn gut in die Gruppe integriert, so nahmen sie unter anderem an den Wochenenden an den selbstorganisierten Ausflügen teil.

Nachsorge

Neben einem guten Rehaerfolg konnte Herr M für sich u.a. die Ursachen seiner erheblichen Schlafstörungen erkennen und die mögliche Lösung finden. Da Herr M sehr von den Beratungsgesprächen zur Trauerverarbeitung profitiert hat, konnte er motiviert werden, zu Hause eine Psychotherapie zu beginnen. Herr M erhielt hierfür wichtige Informationen zu den Rahmenbedingungen einer ambulanten Psychotherapie und Adressen von Psychotherapeuten am Wohnort.