![]() Niedrigere Zuzahlungen und ergänzendes Taschengeld bei Mutter-Kind-KurenFür eine Mutter-Kind-Kur müssen gesetzlich krankenversicherte Frauen in der Regel 220 Euro zuzahlen. Verfügen sie nur über wenig Geld, lässt sich dieser Eigenanteil aber deutlich verringern. Denn die Selbstbeteiligung für Zuzahlungen, etwa für Medikamente, ist gesetzlich auf zwei Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens begrenzt, chronisch Kranke müssen maximal ein Prozent zahlen. Für eine Bezieherin von Hartz IV beispielsweise fielen dann rund 80 statt 220 Euro Zuzahlung an.
Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, seinen Einkommensbescheid bei der Krankenversicherung vorzulegen und die gesamte Selbstbeteiligung eines Jahres pauschal im Voraus zu bezahlen, erklärte Edelinde Eusterholz vom Verband der Ersatzkassen (vdek) in Berlin. Dann bekomme der Versicherte ein Befreiungskärtchen und müsse für das restliche Jahr weder die Praxisgebühr noch den Eigenanteil für Medikamente bezahlen. Und auch die Selbstbeteiligung für die Mutter-Kind-Kur sei damit entrichtet.
Alternativ lassen sich aber auch alle Zuzahlungsbelege sammeln. Ist der relevante Betrag - im genannten Beispiel die 80 Euro - erreicht, könne der Versicherte das der Krankenkasse vorlegen und sich ab diesem Moment befreien lassen, so Eusterholz. Steht dann eine Mutter-Kind-Kur an, entfalle die Selbstbeteiligung.
Die gemeinnützige Kur + Reha GmbH (eine Tochtergesellschaft des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes) unterstützt bedürftige Mütter so gar noch weitergehend. Ist eine Mutter-Kind-Kur aus finanziellen Gründen (trotz verringerter Zuzahlung) nicht möglich unterstützt die gemeinnützige Gesellschaft Mütter mit einem Taschengeld in Höhe von 100,- bis 200,- Euro pro Familie. Nähere Informationen sowie Antragsunterlagen gibt es kostenlos unter 0800 / 2 23 23 73 oder im Internet unter www.kur.org Alarmierend: Psychosomatische Gesundheitserkrankungen bei Müttern![]() Freiburg, 07. April 2010: Es ist alarmierend. Fast 70 % aller Frauen in Mutter-Kind-Maßnahmen sind von psychosomatischen Erkrankungen betroffen. Mehrfachbelastungen durch Beruf, Haushalt und Kindererziehung, Partnerschafts- oder Erziehungsproblemen, finanzielle Sorgen, Trauer oder Trennung sind oft die Auslöser. Kommen dann noch körperliche Krankheiten dazu, kommt es zu Gesundheitsschädigungen, die mit medizinischen Behandlungen allein nicht zu bewältigen sind. Symptome sind vielmals Essstörungen, Beschwerden des Bewegungsapparates, des Magen-Darm-Bereiches oder auch Schlafstörungen. Frauen mit solchen Beschwerden sollten unbedingt Hilfe in Anspruch nehmen. Denn Abstand vom Alltag hilft, neue Kraft und neue Wege zu finden für die Familie und sich selbst. So hat jede Mutter Anspruch auf eine mütterspezifische Kurmaßnahme zur Vorsorge und Rehabilitation, wenn die medizinischen Voraussetzungen ärztlich attestiert sind. Die ganzheitlichen Therapiekonzepte der vom MGW anerkannten Einrichtungen gehen von einer engen Verflechtung von medizinischen, physiotherapeutischen und psychologischen Maßnahmen zur Behandlung der Frauen aus. Aufklärung über die krankmachenden Zusammenhänge und das gemeinsame Festlegen des Therapieziels helfen den Müttern aktiv an der eigenen Genesung mitzuwirken. Dabei ist die Wahl der richtigen Einrichtung ein wesentliches Kriterium für den Erfolg einer Mutter-Kind-Maßnahme. Beratung und Unterstützung bei der Antragstellung, der Wahl der richtigen Einrichtung und ggf. beim Widerspruch erhalten Mütter bei der telefonischen Beratungsstelle, erreichbar unter der kostenfreien Hotline 0800 / 2 23 23 73 (montags-freitags, 8.00-16.30 Uhr), oder auch im Internet unter www.kur.org. „Frühjahrsmüde" – was steckt dahinter?Freiburg, 12. März 2010. Dieses Phänomen kennen Sie sicher zu gut. Die Tage werden wieder länger, die Temperaturen steigen und die Natur schält sich mit aller Kraft aus ihrem Winterschlaf. Lang ersehnt und eigentlich freuen wir uns auch darüber – wären da nicht diese Gähn-Attacken, dieses Schlappheitsgefühl, diese Antriebslosigkeit und das Kopfweh. Maßgeblich schuld daran sind der Stoffwechsel und das Hormonchaos in unserem Hirn. Die Licht- und Temperaturreize im Frühjahr aktivieren wieder gemächlich die Produktion des „Glückshormons" Serotonin, jedoch ist das „Schlafhormon" Melatonin durch die dunklen Wintermonate noch sehr aktiv. Das macht dem Körper schwer zu schaffen. Darum heißt es, Melatonin abbauen – durch Sonne, viel frische Luft, Bewegung und vitaminreiche Ernährung. Über die Kur + Reha GmbH Die Kur + Reha GmbH ist eine gemeinnützige Tochtergesellschaft des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Baden-Württemberg, welche bundesweit sechs Mutter-Kind-Kliniken, eine Fachklinik für Familienrehabilitation sowie ein Krankenhaus für psychosomatische Medizin und Psychotherapie zu ihrem Verbund zählt. Die Kur + Reha gGmbH stellt rund 650 Betten zur Verfügung und beschäftigt durchschnittlich 400 Mitarbeiter.
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