Noch gerade war alles ganz friedlich. Die beiden Geschwister sitzen liebevoll zusammen gekuschelt in der Spielecke des am Wohnzimmer angrenzenden Raums, …… da ertönt ein lautes, andauerndes und zorniges Brüllen, gefolgt von Geräuschen, die nach einem Spielzeugauto an der Wand klingen.
Und wieder einmal ist es mit der Ruhe vorbei. Eine ratlos überforderte Mutter versucht ihr Kind zu trösten, denn sie weiß, so schnell wird sich der kleine Schreihals nicht beruhigen. Immer öfter wird sie mit steigenden Wutausbrüchen ihres Jüngsten konfrontiert. Sobald etwas nicht nach seinem Willen oder seinen Vorstellungen verläuft, folgen endlose Schrei- und Wutkrämpfe.
Situationen, wie es viele Eltern erleben!
Dazu ein paar Tipps aus der Kur + Reha Ratgeber-Ecke.
In erster Linie bleiben Sie ruhig – in dem Bewusstsein: "Das geht vielen Eltern so!"
Machen Sie sich klar; Ihr Kind versucht gerade auf dem Weg vom Kleinkind zum Grosskind seinen eigenen Willen zu dirigieren. Hinzu kommt der Versuch, die Wunschvorstellung in seinem kleinen Trotzköpfchen in die Realität umzusetzen. Dies ist nicht immer mit Erfolg gepaart und führt häufig zu solchen oder ähnlichen Reaktionen. Bedenken Sie, die eigene Wut und Hilflosigkeit wird auch bei Ihrem Kind Unsicherheit und Angst auslösen.
Der erste Hilfekoffer:
- Versuchen Sie nicht mit Worten Vernunft zu erzielen. Machen Sie sich klar, hier regiert nicht die Vernunft, sondern die Wut.
- Reagieren Sie nicht mit Bestrafung oder Belohnung,
Neutralität ist der beste Weg. - Bleiben Sie ruhig, denn Schreien hilft nicht.
- Je nach Vorlieben Ihres Kindes, nehmen Sie es in den Arm oder geben ihm den Freiraum.
- Lassen Sie ihr Kind nie merken, dass auch bei Ihnen eine gewisse Angst vor diesen Wutausbrüchen besteht. Sie werden manipulierbar und Kinder merken dies sehr schnell.
Versuchen Sie gemeinsam mit Ihren Kleinen Lösungswege mit zu finden. Entweder bei bekannten Auslösefaktoren zur Vermeidung der Wutausbrüche , oder im Anschluss nach wiedergefundenem Seelenfrieden. Oftmals hilft schon ein kleiner Kompromiss, ein aufeinander Zugehen.