
Stationäre Therapie bei Atemwegserkrankungen Ein stationärer Aufenthalt in der Mutter-Kind-Klinik Feldberg hilft bei einer ganzen Reihe chronischer Krankheiten und bei Gesundheitsproblemen. Dank der exponierten Lage mit Gebirgs- Reizklima, hoch oben im Schwarzwald, ist die Therapie bei chronischen Atemwegserkrankungen, bei Hautkrankheiten uvm. besonders erfolgreich.
Bei uns am Feldberg finden Mutter und Kind(er) genügend Ruhe und jede Menge Betätigungsmöglichkeiten, um etwas für ihre Gesundheit zu tun und wieder zu sich selbst zu finden. Deshalb sind auch Patientinnen mit Adipositas, Anpassungsstörungen, Störungen des Bewegungsapparats und psychovegetativen Erschöpfungssyndromen gut bei uns aufgehoben.
Qualifizierte medizinische und psychosoziale Versorgung wird bei uns ganz groß geschrieben. Um unseren Patienten im Rahmen der Mutter- Kind-Rehabilitation optimale Hilfe zu bieten, haben wir indikationsgerechte Therapiekonzepte entwickelt. Denn je spezieller wir auf unsere Patientinnen eingehen können, desto größer wird die Erfolgsaussicht der Reha für sie sein.
Übrigens: In der Klinik bieten wir auch Vater- Kind-Maßnahmen in eigenen Männergruppen an. Mehr Infos unter www.vater-kind-kur.de. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen den positiven Einfluss des Klimas auf chronische Atemwegserkrankungen. Die Klima- und Terrainkur in der Mutter-Kind-Klinik Feldberg bessert den Zustand durch Aufenthalt und Bewegung im allergenarmen und reizmilden Mittelgebirgsklima. Außer vom Heilklima profitieren die Patientinnen bei stationären Maßnahmen besonders von den Möglichkeiten intensiver physikalischer Therapie. Die entspannte Atmosphäre abseits des gewohnten beruflichen und häuslichen Milieus und Entlastung bei der Betreuung der Kinder schaffen eine gute Voraussetzung zum Erlernen von Entspannungsverfahren und für Gesundheitsschulungen. Durch die intensive Begleitung der Patienten können - besser als bei ambulanten Angeboten - Störfaktoren, auch psychische, erkannt, nach Möglichkeit angegangen und die Ressourcen gestärkt werden. Es ist immer die Kombination, die den positiven Effekt einer stationären Mutter-Kind-Maßnahme ausmacht. Diagnostik
Die Diagnostik und Verlaufsbeobachtung wird in drei Phasen durchgeführt:  | zu Beginn, im Rahmen von Aufnahmeuntersuchung und Eingangsgespräch,
|  | im Verlauf und
|  | am Ende in der Abschlussuntersuchung, den letzten Behand-lungsterminen und den psychosozialen bzw. pädagogischen Abschlussgesprächen. |
Oberstes Ziel dieser Verlaufsdiagnostik ist die Erstellung eines individuellen Behandlungsplans, der sich an den spezifischen Erfordernissen der Patientin mit einer chronischen Atemwegserkrankung orientiert und bei Bedarf im Laufe des stationären Aufenthaltes verändert werden kann. Der Plan wird zusammen mit der Patientin erarbeitet und beinhaltet auch die schriftlich festgehaltenen Therapieziele.
Da der Aufenthalt in der Mutter-Kind-Klinik Feldberg Teil einer therapeutischen Kette ist, bieten die vorliegenden, antrags relevanten Befunde über die Einweisungsdiagnose hin aus wichtige Informationen zu bestehenden Symptomen, Risiko-faktoren sowie bisherige diagnostische und therapeutische Maß-nahmen. Sollte es erforderlich sein, werden im Vorfeld oder im Anschluss an die Anfangsuntersuchung behandlungsrelevante Befundberichte angefordert.
Peakflowmessungen bei der Eingangsdiagnostik können eine Grundlage für die Einstu fung des Schweregrads der Atemwegserkrankung bieten. Weiter führende apparative Diagnostik ist nur in Ausnahmefällen (z.B. akute interventionspflichtige Symptome) notwendig und sinnvoll. Sollte sie erforderlich sein, wird die Patientin in einer geeigneten Praxis oder Klinik der Umgebung vorgestellt.
Bei Verdacht auf problematische psychische Verarbeitung des Krankheits ge schehens, bei nervösängstlicher Grundhaltung (Angst als Auslöser von Atemnot, Hyperventilationsneigung etc.), familiären Funktionsstörungen u.a. im Kontext der Krankheitsbewältigung wird die medizinische Basisdiagnostik durch eine psychotherapeutische Diagnostik ergänzt.
Innerhalb der ersten Woche erfolgt dann eine Erhebung der Sozial- und Familienanamnese auf der Grundlage eines biopsychosozialen Gesundheitsverständnisses. Eine tiefenpsychologisch fundierte biografi sche Anamnese oder eine Verhaltensanalyse der Problem- und Störungsbereiche sowie eine differenzierte Erfassung vorliegender Arbeits- und Beziehungs störungen im sozialen Bereich sind die Basis für die Diagnosestellung.
Im Hinblick auf den Behandlungsplan werden auch die Ressourcen der Patientin eingeschätzt und fi nden besondere Berücksichtigung bei der Behandlung, da diese eine gute Basis für Erfolg versprechende Interventionen bieten.
Ein besonderer Vorteil einer stationären Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Maßnahme bietet die Möglichkeit, ein „ganzes System“ behandeln zu können. So kann die psychotherapeutische Mitbehandlung eines Kindes individuell den Erfor-dernissen angepasst werden oder das Kind selbst als Indexpatient behandelt werden. Indikationsspezifische Therapie Die Therapien entsprechen in der Mutter-Kind-Klinik Feldberg komplexen interdisziplinären Behandlungsstrategien. Diese umfassen:  | Medizinische Behandlung (Ärztin)
|  | Psychologische Beratung und Therapie (Diplom-Psycho-loginnen)Pädagogische Beratung und Therapie (Diplom-Sozial- und Diplom-Pädagogen)
|  | Physikalische Therapie und Bewegungstherapie |
Je nach Krankheitsbild und Belastung stehen eine Vielzahl von Therapieangeboten zur Verfügung, bei denen die individuellen Problembereiche der Patientinnen berücksichtigt werden:
Entspannungsverfahren helfen in vielen Fällen, die Atmung zu verbessern. Dazu setzen wir u.a. progressive Muskel entspannung, autogenes Traiming und Hatha-Yoga ein. Gesundheitstraining und Gesundheitsberatung tragen ebenfalls zu einem besseren Umgang mit der Krankheit bei (z.B. Asthma training, Asthmainfo, medizinische Beratung).
Die Physiotherapie wird gezielt zur Mobilisierung und Entlastung der Atmungsorgane eingesetzt; in der Klinik setzen wir u.a. Bindegewebsmassage, Kneipp´sche Güsse und Fußbäder, Inhalation, Vibrations- und Klopfmassagen, Atemgymnastik sowie medizinische Bäder ein.
Wenn die Atmung der Patientinnen geschult ist, setzen wir Sporttherapie ein, um ein adäquates Bewegungsverhalten zu fördern. Bewährt haben sich insbeson dere Aquajogging, Schwimmen, Nordic Walking und Wandern.
Für die einzelnen Atemwegserkrankungen greifen wir auf einen spezifischen Behandlungsplan mit bestimmten Anwendungskombi nationen zurück. Je nach individueller Problematik kann schwerpunktmäßig ein oder mehrere Therapieziele festgelegt und bearbeitet werden Therapieziele  | Stabilisierung der Atemwege/Steigerung der Immunabwehr
|  | Verbesserung der Atemtechnik
|  | Sekretmobilisierung, Schleimlösung
|  | Vermittlung von krankheitsspezifischem Wissen
|  | Verbesserung des Umgangs mit der Atemwegserkrankung, insbesondere Förderung von Compliance (z.B. bezüglich Medikation)
|  | Krankheitsbewältigung
|  | Entspannung
|  | Bewegungsförderung ohne krankheitsbedingte Einschrän kun-gen
|  | Ausschaltung bzw. Verringerung von Risikofaktoren (z.B. Nikotinkarenz) |
Therapieabschluß und Therapieergebnis
Um den Maßnahmeerfolg langfristig zu sichern, ist die Vorbereitung auf den Alltag besonders wichtig. Zum einen werden therapeutisch sinnvolle Empfehlungen zur Weiterbehandlung mit der Patientin erarbeitet, zum anderen die möglichen Reaktionen der Familienmitglieder auf die erzielten Erfolge diskutiert.
Das abschliessende Gespräch gibt weitere Verhaltensregeln für den Alltag, es wird darauf hingewiesen, dass die erlernten Verhaltensweisen zu Hause angewandt werden müssen.
Der ärztliche Entlassbericht wird unter besonderer Berücksichtigung der sozialmedizinischen Belange erstellt. Beim Therapie abschluss wird mit der Patientin das Therapieergebnis reflektiert, es werden Empfehlungen für die Weiterbehandlung gegeben. Diese Behandlungsinformationen gehen in den Entlass bericht mit ein. Klinik Feldberg
Falkauer Straße 2-4
79868 Feldberg-Altglashütten
Telefon 0 76 55/9 38-100
Telefax 0 76 55/9 38-150
eMail: Klinik.Feldberg@kur.org
Träger: Kur + Reha GmbH des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Landesverband Baden-Württemberg Download:  |