
Die Fibromyalgie ist eine Zivilisationskrankheit, eine Art Erschöpfungssyndrom. Die Betroffenen haben Schmerzen in der Muskulatur, im Bindegewebe und in den Knochen. Hinzu kommt eine ganze Palette weiterer Symptome: Müdigkeit, Steifheit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Magen-Darm-Beschwerden, Gleichgewichtsstörungen, Sensibilitätsstörungen und depressive Verstimmungen.
In Deutschland sind etwa 2% der Bevölkerung betroffen, Frauen achtmal häufiger als Männer. Obwohl die Patienten starke Schmerzen haben, können die Ärzte keine organischen Veränderungen diagnostizieren. Die Diagnose wird dann gestellt, wenn die Betroffenen unter ausgeprägten Weichteilschmerzen leiden, die mindestens drei Monate anhalten.
Für die Behandlung setzen Ärzte heute auf Stressbewältigung, Verhaltens- und Bewegungstherapie.
Die Veränderung des Lebensstils der Patienten steht daher im Vordergrund. Eine rein medikamentöse Therapie ist nicht effizient. Entscheidend sind vor allem psychologische Verfahren, wie z.B. Übungen zur Entspannung und Stressbewältigung sowie Verhaltens- und Bewegungstherapie. Eine ideale Behandlung kann in einer Reha Klinik stattfinden. Die Patienten lernen dort, ihre Kräfte einzuteilen und ihrem Körper vor und nach größeren Anstrengungen auch Ruhephasen zu gönnen.
Download chronisches Schmerzsyndrom (Kandertal) |