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Bei der Bulimie (Ess-Brech-Sucht) ist das Essverhalten suchtartig gestört.
Betroffene verschlingen anfallsartig große Mengen kalorienreicher Nahrung. Anschließend erbrechen Ess-Brech-Süchtige absichtlich oder nehmen Appetitzügler und Abführmittel um nicht an Gewicht zuzunehmen. Aber auch exzessiver Sport oder langes Fasten können eine Form der Gegenregulation sein. Die Ess-Brech-Sucht tritt vor allem bei Frauen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren auf, in einer zunehmenden Zahl auch bei jungen Männern.
Die Krankheit wird durch die krankhafte Furcht, zu dick zu werden, bestimmt. Alle anderen Lebensaspekte werden zweitrangig, das Essen oder Nicht-Essen bestimmt den Lebensinhalt.
Bulimie bleibt häufig lange unerkannt, weil die Betroffenen aus Scham ihre Krankheit verbergen und dadurch oft in soziale Isolation geraten. Bulimiker sind größtenteils normalgewichtig, wodurch die Essstörung nicht auffällt. Durch das Erbrechen wird der Zahnschmelz der Betroffenen angegriffen. Weiterhin sind Schleimhautentzündungen des Magens und der Speiseröhre, aber auch Organdurchbrüche und Vernarbungen die Folge des häufigen Erbrechens. Wenn Magensaft in die Luftwege gerät, kann man sogar ersticken oder eine Lungenentzündung bekommen. Die Bulimie ist eine ernst zu nehmende Suchtkrankheit, vergleichbar mit Alkoholkrankheit oder Drogenabhängigkeit. Ohne fachkundige Hilfe und Behandlung ist für die Betroffenen in der Regel keine Heilung möglich. Die Behandlung erfolgt mit einer Kombination aus psychotherapeutischer und verhaltenstherapeutischen Maßnahmen. Oft ist eine Reha hilfreich und erforderlich, um über einen längeren Zeitraum und kontrolliert wieder einen normalen Zugang zum Essen zu entwickeln.



 

 

 
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