
Migräne ist ein anfallsartig auftretender, periodisch wiederkehrender, überwiegend einseitiger Kopfschmerz, der oft mit Übelkeit und Erbrechen einhergeht. Migräne kann in jedem Alter auftreten. Personen, in deren Familie Migräne vorkommt, haben ein höheres Erkrankungsrisiko. Schätzungsweise 16 Prozent der Frauen und 6 Prozent der Männer leiden in Deutschland an Migräne. Von wiederholten Anfällen sind auch drei Prozent der Schulkinder betroffen.
Bei manchen Migränepatienten treten zusätzlich zu den obengenannten Symptomen Sehstörungen, Sprachstörungen, Kribbeln und/oder Schwäche in einem Arm oder Bein auf. Auslöser für Migräneanfälle können z.B. Stress, bestimmte Lebensmittel, Medikamente aber auch die Menstruation sein.
Migränepatienten scheinen schlechter als andere in der Lage zu sein, Belastungssituationen zu bewältigen. Sie stehen unter einer Art Dauerstress. Wenn er sich zu lösen beginnt, tritt häufig der Kopfschmerz auf. Ein ausgeglichenes Leben im Einklang mit sich und der Umwelt kann Migräne-anfälle oft verhindern.
Zur Behandlung der leichten Migräneattacke eignen sich z.B. Schmerzmittel. Neben der medikamentösen Therapie sind auch viele nicht-schulmedizinische Behandlungsmethoden wie Akupunktur oder Naturheilverfahren erfolgreich.
Um jedoch die Migräne an sich zu behandeln müssen Patienten lernen, belastende Situationen zu bewältigen. Mehrwöchige Kuren können den Betroffenen helfen, in entspannender, reizarmer Umgebung und mit Hilfe fachkundigen Personals die Ursachen und Auslöser für Migräneanfalle zu erkennen und damit zukünftig besser umzugehen. |