
Von Schlaflosigkeit und Schlafbeschwerden kann man sprechen, wenn das alltägliche Leben auf Grund von zu wenig Schlaf über einen längeren Zeitraum ungünstig beeinträchtigt wird. Solange Personen im Alltag normal leistungsfähig sind, ist es unerheblich, wie viel Stunden Schlaf sie haben.
Bei allen Menschen können zeitweilig Schlafbeschwerden auftreten. Stress, Leid und Sorgen sind bekannte Ursachen dafür.
Beim alten Menschen sind die häufigsten Ursachen für Schlafstörung: Zuviel Schlafenszeit und zuwenig Betätigungen tagsüber. Viele glauben, dass sie noch gleichviel Schlaf brauchen wie während ihrer Berufstätigkeit. Das tatsächliche Schlafbedürfnis liegt jedoch bei ca. 6 Stunden. Aber nicht nur Schlaflosigkeit und Durchschlafstörungen zählen zu den Schlafstörungen, auch übermäßiges Schlafen, Schlafwandeln und Alpträume gehören dazu. Anhaltender Schlafmangel wirkt sich auf das gesamte Nervensystem aus. Er verändert die Wahrnehmung, stört die Sinne und schwächt das Immunsystem. Inzwischen weiß man um die Folgen von chronisch gestörtem Schlaf sind vor allem Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Magen-Darm-Erkrankungen sowie psychische Krankheiten (zum Beispiel Depressionen). Die Behandlung von Schlafstörungen ist abhängig von der Ursache. Mitunter kann autogenes Training helfen, die Ruhe für den Schlaf zu finden. Schlafstörungen aufgrund von Depressionen oder Anpassungsstörungen sollten mit psychotherapeutischer Hilfe behandelt werden. Nach Möglichkeit sollte der Betroffene versuchen, ohne Schlafmittel auszukommen.
Download Fachkonzept Schlafstörungen im Kindesalter |