
Neurodermitis ist eine immer wieder auftretende Entzündung der Haut mit Juckreiz, Rötung, Nässen, Schuppung und Krustenbildung.
Neurodermitis lässt sich auf eine genetische Veranlagung zurückführen. Ob und wann die Krankheit ausbricht, hängt von vielen individuellen Faktoren ab. Die Bandbreite der so genannten Provokationsfaktoren geht von Allergenen, Nahrungsmitteln, Umweltgiften, Infektionen bis hin zu psychischen Belastungen.
Nach Schätzungen leiden rund 4 Millionen Deutsche unter Neurodermitis. Jedes Jahr kommen 1 Prozent der Erwachsenen neu hinzu, bis zu 12% der Vorschulkinder sind bereits betroffen. Tendenz: steigend.
Besonders die Psyche leidet unter den Hauterscheinungen: Obwohl eine Neurodermitis nicht ansteckend ist, scheuen viele Menschen vor dem Kontakt mit den Betroffenen zurück. Die Scham über das Aussehen untergräbt das Selbstwertgefühl der Betroffenen und mindert die Lebensqualität. Da die Gründe für Neurodermitis vielfältig sind, bringt eine rein medikamentöse Therapie oft keine langfristige Besserung. Daher muss eine ganzheitliche Behandlung stattfinden, mit einem Therapiekonzept, welches psychologische soziale und pädagogische Aspekte mit einbezieht. Kuren haben sich dabei besonders bewährt, um in reizarmer Umgebung Entspannungstechniken und Methoden zur Stressbewältigung zu erlernen.
Download Fachkonzept Neurodermitis (Kandertal)
Download Fachkonzept Neurodermitis (Zorge) |