
Eine Anpassungsstörung ist eine Reaktion auf einmalige oder fortbestehende belastende Ereignisse (z. B. Unfall, Raub, Operation, Mobbing, Todesfall, Trennung, Vernachlässigung). Es kann das Gefühl hinzukommen, mit den Erfordernissen des Alltags nicht klarzukommen bzw. sie nicht weiterführen zu können. Die Störung beginnt meistens innerhalb eines Monats nach dem belastenden Ereignis und hält selten länger als 6 Monate an.
Besonders gefährdet durch eine Anpassungsstörung sind Menschen, die eine besondere Verletzbarkeit besitzen. Dazu gehören insbesondere Menschen mit geringem Selbstbewusstsein und Persönlichkeiten, die leicht Abhängigkeiten entwickeln. Aber auch andere Persönlichkeiten können eine Anpassungsstörung entwickeln.
Die häufigsten Symptome sind depressive Verstimmungen, Angst oder Ängstlichkeit und Probleme bei der Bewältigung der täglichen Aufgaben. Häufig besteht die Besorgnis, die Zukunft nicht mehr bewältigen zu können. Jugendliche sind in ihrem Verhalten häufig gereizt bis aggressiv. Bei Kindern kann es zu einem erneuten Auftreten von Daumenlutschen, Bettnässen und Babysprache kommen.
Medikamente sind in schweren Fällen sinnvoll, z. B. bei starken Angstgefühlen und Selbstmordgefährdung. Eine psychotherapeutische Behandlung sollte bei hohem Leidensdruck und entsprechend starken Symptomen erfolgen. |